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Geplantes Verkaufsverbot alkoholischer Getränke im gesamten Bamberger Stadtgebiet

Geplantes Verkaufsverbot alkoholischer Getränke im gesamten Bamberger Stadtgebiet

Derzeit wird unter Bambergern kontrovers diskutiert: Ist das geplante Alkoholverbot sinnvoll oder greift es in die individuelle Freiheit ein? Leiter der Stadtverwaltung fordern Supermärkte und Imbisse auf, in naher Zukunft ab 19 Uhr auf den Verkauf alkoholischer Getränke zu verzichten. Sind auch die berühmten Bamberger Keller betroffen? Und was steckt hinter dem plötzlichen Beschluss?

Geplantes Verkaufsverbot alkoholischer Getränke im gesamten Bamberger Stadtgebiet

Alles zum Wohle der Sicherheit

Bambergs Tourismus lebt neben seinen Sehenswürdigkeiten wie dem schönen Dom und den Flaniermeilen rund um den Kranen und das alte Rathaus auch zu einem Großteil von dem berühmten Bamberger Bier. Wer könnte sich die oberfränkische Stadt schon ohne das legendäre Rauchbier vorstellen? Schlenkerla, Fässla, Spezi und Co. locken nach 19 Uhr mit den leckeren Durstlöschern. Doch gerade zu dieser Zeit soll das Verbot greifen: Kein Verkauf von Alkohol nach sieben Uhr abends. Der Anlass dazu sei „ganz einfach auf das erhöhte Sicherheitsrisiko der Bürger durch Alkoholisierte“ zurückzuführen, so Frau Dolus der Stadtverwaltung.

Geplantes Verkaufsverbot alkoholischer Getränke im gesamten Bamberger Stadtgebiet

Bamberg soll friedlicher werden

Da gerade jetzt, wo der Frühling beginnt, sowohl Bamberger als auch eine hohe Zahl an Touristen in den Fußgängerzonen der Stadt unterwegs sind, sei dieses Risiko besonders erhöht. Welcher Bamberger kennt sie nicht: Die im Sommer so hoffnungslos überfüllten Gassen voller fröhlicher Urlauber und Sonnenanbeter? Dass diese Fröhlichkeit aufrecht erhalten bleibt, dafür möchte die Stadt Bamberg sorgen. Durch das Verbot übermäßigen Alkoholkonsums gerade zur Abendzeit soll der Versuch unternommen werden, aggressiven Begegnungen durch Alkoholisierte entgegenzuwirken.

Geplantes Verkaufsverbot alkoholischer Getränke im gesamten Bamberger Stadtgebiet

Wer ist betroffen?

Schlechte Nachrichten für Fans von Rauchbier, Kellerbier, Zwergla und Co.: Nicht nur Supermärkte und Döner-Imbisse werden vom Verbot betroffen sein. Auch Gasthäuser sind zukünftig dringend dazu angehalten, auf das abendliche Zapfen alkoholfreier Erfrischungsgetränke umzusteigen. Ein Revival von Fanta, Sprite und Cola? Das dürfte nicht allen Bambergern schmecken. Um der limonadigen Frustration entgegenzuwirken, sind Bamberger Bierliebhaber in Zukunft gut damit beraten, frühzeitig für eigenen Vorrat zu sorgen.

 

1.4.2017

Über den Autor

Kirsten Wirsching

Die lebenslustige Ethnologin hat es zum Medien-Master nach Bamberg verschlagen. Sie liebt gute Texte, Gespräche über Gott und die Welt und spitze Witze. Außerdem mag sie leckeres Essen und schaut auch gerne mal über den interkulturellen Tellerrand.