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Fünf Fragen an… Seek & Care e.V.

Fünf Fragen an... Seek & Care e.V.

Seek & Care e. V. begann 2015 als Verein im Miniformat. Der Zwischenstand bisher: Mehrere erfolgreiche Projektbeteiligungen, die erste Bamberger Freiwillige, die bald für ein halbes Jahr nach Mumbai geht, und wachsende Mitgliederzahlen. Wir haben uns mit Rebekka Kaminski, der ersten Vorsitzenden, über Indien, Begegnungen und Stolz unterhalten.

1. Was macht ihr bei Seek & Care e. V.?

Wir arbeiten mit der indischen, christlichen Organisation IMCARES (Intermission Care and Rehabilitation Society) in Mumbai, Indien zusammen. IMCARES setzt sich mit medizinischen, rehabilitativen, sozialen und pädagogischen Projekten für die ärmste Schicht der Bevölkerung ein.
Unsere Zusammenarbeit ermöglicht durch regelmäßigen Austausch finanzielle Hilfe für die Arbeit in Mumbai und praktische Unterstützung durch die Organisation von Freiwilligendiensten und Kurzeinsätzen. Letzteres fordert uns als Deutsche heraus, die eigene Komfortzone zu verlassen und sich neuen, fremden, schockierenden aber auch bereichernden und verändernden Erlebnissen auszusetzen.

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2. Wie bist du dazu gekommen, dich für Indien und IMCARES zu engagieren?

2011 habe ich den Leiter von IMCARES, Timothy Gaikwad, in Deutschland kennengelernt. Wir haben uns auf Anhieb gut verstanden und sein Einsatz in Mumbai sowie diese für mich völlig unbekannte Kultur haben mich sehr gereizt. So bin ich kurzerhand 2012 nach Indien geflogen. IMCARES und Mumbai selbst haben mich einfach gepackt.

3. Welches Erlebnis hat dich vor Ort am meisten geprägt?

Das ist wirklich keine einfache Frage… Eines der Projekte, das Agape Village, dreht sich um Kinder, die aus dem Rotlicht Milieu herausgeholt werden, um in einem familiären Umfeld, 180 km außerhalb Mumbais, kindgerecht aufzuwachsen. Eines Tages stand ich auf dem Dach des Kinderdorfes und beobachtete die 32 Kids beim Spielen und Toben. Ich durfte da hinabschauen und ihre ausgelassene Freude, ihre Kinderherzen beobachten. Was für eine unfassbare Chance!

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4. Was hat es mit dem Namen des Vereins auf sich?

Es war mir wichtig, dass es eine Überschneidung in unserem Namen mit IMCARES gibt. Das Wort „Care“ stach mir hierbei besonders ins Auge. „Care“ bedeutet „Kümmern“. Um mich um etwas zu kümmern, muss ich wissen, was es ist. Das heißt ich muss es erst mal erkannt haben. Deshalb muss ich „Suchen“ um was ich mich „Kümmern“ sollte. So kam der Name „Seek & Care“ zu Stande.

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5. Auf was bist du besonders stolz?

Die Mitarbeit so vieler im und außerhalb des Vereins macht mich stolz. Ich freue mich über das Engagement und Interesse eines jeden, egal in welchem Umfang. Aktuell bin ich besonders auf unsere erste Freiwillige stolz, die, nach ihrem Abitur, diesen September für sechs Monate nach Mumbai gehen wird. Andere herauszufordern, über ihren Horizont zu blicken und dann ihr Wachstum in den neuen Herausforderungen zu begleiten und zu beobachten, das macht mich stolz.

Wer sich übrigens für den Verein und die Arbeit interessiert, der kann sich auf der Website oder bei Facebook ein Bild machen oder einfach mal bei den Treffen vorbeikommen.

Über den Autor

Johanna Wirsing

Johanna Wirsing

Belgien, Frankreich, Irland - und doch wieder zurück in die Wahlheimat Bamberg. Johanna Wirsing mag neben dem ganz besonderen Flair in der fränkischen 7-Hügel-Stadt auch Kickboxen, lange Spaziergänge mit Hund und Bücher aller Art.