5 Fragen an Interview

5 Fragen an: Cosplayerin Laura

5 Fragen an: Cosplayerin Laura

„Cosplay“: ursprünglich aus Japan stammend, ist dieser extravagante Trend vor einiger Zeit auch bei uns in Deutschland angekommen. In den 90ern boomte die Manga- und Animeszene und so schwappte die Idee, sich in diesem Stil zu verkleiden, rüber in die USA und schließlich auch nach Europa. Manche sind fasziniert vom Anblick der real life-Prinzessinnen, Figuren aus Videospielen und Superhelden oder Monstern, die man sonst nur von der Kinoleinwand kennt. Andere machen lieber einen Bogen um die mysteriösen Gestalten, die einem in ihren aufwändigen, bunten Verkleidungen so unwirklich vorkommen.

Doch ganz sicher wird man dabei neugierig: Wie kommt man zu einem so außergewöhnlichen Hobby? Wir haben uns mit der Bambergerin Laura unterhalten, die sich auch „Stunt Sheep“ nennt und leidenschaftliche Cosplayerin ist. Sie gibt Euch einen kleinen Einblick in die wunderhafte Cosplay-Welt. 

5 Fragen an: Cosplayerin Laura

1. Wie bist du zum Thema Cosplay gekommen?

Schon 2006 habe ich angefangen, mich für das Thema Cosplay zu interessieren. Inspiriert haben mich Bilder von Leuten, die sich vor allem als ihre Lieblingsfiguren verkleidet haben und ich dachte mir dann: Hm, warum nicht?

Also habe ich mich hingesetzt und mit meiner Oma das erste Kleid genäht – damals war ich noch furchtbar schlecht im Nähen! Auf dem Comic-Salon in Erlangen 2006 trug ich schließlich mein erstes Cosplay-Kostüm. Das hat mir soviel Spaß gemacht, dass ich diesem Hobby nun schon elf Jahre nachgehe und sogar beruflich in die Modebranche gegangen bin.
Der größte Reiz daran ist einfach das Nähen und Basteln – und natürlich so nah wie möglich an seine Lieblingsfigur heranzukommen und einen Tag lang wie sie herumzulaufen.

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2. Wie kommt es zu deinem Cosplay-Namen „Stunt Sheep“?

Ich hatte schon mit 12 Jahren einen eigenen Comic der „The Stunt Sheep“ hieß, da Schafe neben Katzen meine absoluten Lieblingstiere sind. Der Protagonist des Comics war ein tollpatschiges Schaf, das sich immer wieder in Unfälle verwickelt hat und eines Tages ein berühmter Stunt Man (bzw. Stunt Schaf) werden wollte 🙂

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3. Wie reagieren die Leute auf dich und dein außergewöhnliches Hobby?

Das ist immer sehr unterschiedlich. Sogar je nach Kostüm, das ich gerade trage, fallen die Reaktionen sehr verschieden aus: von “Wow” bis “ Fasching ist vorbei” ist alles dabei. Bekannte Figuren jedoch werden eher toleriert. Aber in den meisten Fällen sind die Leute doch eher neugierig und erstaunt, dass man das doch alles selber genäht bzw. gebaut hat.

5 Fragen an: Cosplayerin Laura

4. Welche Möglichkeiten gibt es, in der Cosplay-Szene mitzumischen?

Natürlich gibt es erstmal die üblichen Social Media Plattformen wie zum Beispiel Facebook oder Instagram oder auch die sogenannten Conventions in ganz Deutschland.
In Bamberg gibt es außerdem die „FranCo“, die meist im Juli stattfindet.
Ansonsten wäre mein Tipp: nicht zögern, sondern einfach ein Kostüm anziehen und ab auf eine Convention – man findet immer nette, gleichgesinnte Leute!

5 Fragen an: Cosplayerin Laura

5. Für welche Gelegenheiten hast du bisher als Cosplay-Figur gearbeitet und für welche möchtest du dich gerne zukünftig buchen lassen?

Meistens habe ich als Elsa die Schneekönigin “gearbeitet”. Darunter auf Kindergeburtstagen, auf Einkaufscenter-Veranstaltungen und auch auf der Landesgartenschau sowie auf dem Bamberger Weihnachtsmarkt.
Ansonsten interessiert mich auch das Darstellen von Figuren aus Videospielen sehr. Außerdem ein großer Wunsch von mir: z.B. auf Kinderkrankenstationen als Disney-Prinzessin den Kleinen eine Freude machen.

5 Fragen an: Cosplayerin Laura

 

Wir danken Laura für das interessante Interview! Wer Interesse hat, „Stunt Sheep“ für genannte oder ähnliche Events zu buchen, erreicht sie unter folgender Mail-Adresse: stuntsheepcosplay@gmail.com

(Sie macht das Ganze aus Spaß, so dass lediglich bei längeren Anfahrten etwaige Kosten entstehen!)

Fotos: Andre Franck/Stunt-Sheep

Über den Autor

Kirsten Wirsching

Die lebenslustige Ethnologin hat es zum Medien-Master nach Bamberg verschlagen. Sie liebt gute Texte, Gespräche über Gott und die Welt und spitze Witze. Außerdem mag sie leckeres Essen und schaut auch gerne mal über den interkulturellen Tellerrand.